Aquatische Ökologie
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Nitroflex

Das Verhältnis von Stickstoff und Phosphor in bayerischen Seen und dessen Bedeutung für das Wachstum von Renken (NitroFlex)

LMU: Prof. Dr. H. Stibor, Dr. G. Spörl; Doktorand: P. Lorenz

Das Wachstum von Renken ist in bayerischen Seen stark unterschiedlich. Es wird vermutet, daß das Nährstoffvorkommen in den Seen das Wachstum deutlich beeinflusst. Die Phosphor- und Stickstoffkreisläufe in Gewässern sind oft stark anthropogen überprägt. Die eingetragenen Mengen an Phosphor (P) und Stickstoff (N) weichen mittlerweile vom natürlichen Eintragsverhältnis meist deutlich ab. Zusätzlich sind Stickstoffeinträge über die Luft oder durch Grundwasserströme schwer zu steuern. Diese Faktoren können insgesamt zu einem Anstieg der gelösten Stickstoffmengen im Verhältnis zum Phosphor im Wasser führen.

Die Veränderungen in der Nährstoffzusammensetzung wirken sich auf das komplette Nahrungsnetz eines Sees aus. Eine dadurch veränderte Phytoplanktongemeinschaft im Wasser kann beispielsweise die Menge an geeignetem Futter für Zooplankton reduzieren und folglich zu einem geringeren Zooplanktonwachstum führen, welches wiederum als Fischnahrung dient. Das Verhältnis der Nährstoffe im Wasser kann daher auch einen direkten Einfluss auf Fischpopulationen und deren Wachstum haben.

Diese Annahmen wurden bereits mehrfach im Modell und in Laborexperimenten nachgewiesen, Freilanddaten dazu fehlen aber weitgehend.

In diesem Projekt werden deshalb mit Förderung und in Zusammenarbeit mit

  • dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • dem Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • dem Landesamt für Umwelt (Dr. Schaumburg)
  • der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei (Dr. Schubert)
  • der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern (Dr. Wunner, Dr. Gum)
  • und der Fischereigenossenschaft Chiemsee

Untersuchungen in ausgewählten bayerischen Seen unter Einbeziehung von Fischen durchgeführt. Mit Hilfe vergleichender Analysen zwischen den Seen sollen die Zusammenhänge von N:P über die unterschiedlichen Nahrungsnetzebenen auf das Fischwachstum genauer charakterisiert werden.